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Entwicklung eines Systems zur navigierten und robotergestützten Frakturfixation (REPOROBO)

Projektbeschreibung

Ziel des Vorhabens ist die notwendige Knochenfixation bei Frakturen von Röhrenknochen navigiert und robotergestützt durchzuführen. Dabei soll ausgehend von einem dreidimensionalen Voxelbild der Fraktur, das durch eine CT-Aufnahme erstellt wird, eine Operationsplanung und -simulation durchgeführt werden. Die jeweilige Lage der Knochenstücke zueinander kann durch ein Navigationssystem aus dem CT-Modell in Echtzeit am Bildschirm beobachtet werden. Die anschließende Knochenfragmentfixation mit einem intramedullrem Implantat erfolgt minimal invasiv, navigiert und robotergestützt mit eventuell notwendigen einzelnen Kontrolldurchleuchtungen. Die Einbringung der Verriegelungsschraube erfolgt ebenfalls robotergestützt und navigiert. Der Nutzen dieser Methode liegt in einer geringen mechanischen Schädigung des Gewebes rund um die Fraktur und vor allem in einer genaueren Reposition des Knochens.

 

First Tests

Erste Versuche mit Reporobo im Labor


Reporobo

Reporobo auf dem bayerischen Fachforum Mechatronik 2003

Vorteile

  • Operationssimulation
  • Bessere Operationsplanung
  • Reposition ohne dauernde Durchleuchtung
  • Genauere Lagebestimmung der Knochen 
  • Leichtere Führung der Knochenstücke mit Hilfe des Roboters als Kraftverstärker


Anfangsphase - Wahl eines geeigneten Roboters

Das Ziel der ersten Phase war, einen geeigneten Roboter zu finden. Das war nicht so einfach wie es auf den ersten Blick erscheint. Geringe Kenntnisse über Grundlagen der Roboter - Technologie haben viele medizinische Foschungsgruppen zu einer falschen Wahl im Anfangsstadium geführt. Hier einige Beispiele:

Roboter, denen die nötigen Freiheitsgrade fehlen oder Roboter, deren Arbeitsbereich nicht groß genug ist, um Ziele zu erreichen ohne vorher Knochen oder Gewebe verschieben zu müssen. (z. B. RoboDoc)

Mangelhafte Kraft. Die meisten Roboter, die bisher in der Chirurgie eingesetzt wurden, sind für minimalen chirurgischen Eingriff oder abfräsen von Knochen gedacht und erfüllen diese Aufgaben auch gut (z. B. CASPAR). Sie sind aber nicht fähig mit Kräften bis zu 300 N umzugehen.

Nach vielen Abwägungen und Vergleichen zwischen den verschiedenen Systemen, wurde die erste Phase mit der Wahl des Roboters Stäubli RX 130 mit der Programmiersprache Adept V+ abgeschlossen.

Robotergestützte Reposition - Entwicklung und Test der Greifer

Die Reposition langer Röhrenknochen erfolgt robotergestützt extern über einen Fixateur. Die Verwendung eines 6-Achs-Roboters erlaubt eine weitgehend uneingeschränkte Fragmentbewegung in einem kugelförmigen Arbeitsbereich. Nach Untersuchungen von vielen möglichen Greifer-Strategien hat man sich dafür entschieden, einen Sicherungspunkt zwischen den Kohlenstofffasern, die die Stangen verbinden, und dem rostfreiem Stahlpin herzustellen. Das bedeutet, dass nur ein Zweifingergreifer benötigt wird. Das wichtigste ist die richtige Formschluss des Fingers. Das schließt einige unerwünschte Greifbewegungen der Spannvorrichtung aus.

 
       
  Dreifingergreifer mechanisch Dreifingergreifer pneumatisch Zweifingergreifer 1.Entwurf
Zweifingergreifer 2.Entwurf  

Zug gemessen in N entlang der 3 Hauptachsen

 
           
  Dreifingergreifer mechanisch Dreifingergreifer pneumatisch Zweifingergreifer 1.Entwurf Zweifingergreifer 2.Entwurf  

Torsion gemessen in Nm um die 3 Hauptachsen


Der Greifermechanismus basiert auf einem pneumatisch betriebenem Gerät der Firma Schunk. Gründliche Tests aller Formen der Greifersysteme und Strategien haben zu dem Entschluss geführt, dass ein zuverlässiges Greifverfahren nur mit diesem speziell entwickeltem Greifersystem erreicht wird.


Weitere Forschung - Schnittstellenentwicklung zu Bildgebung und Navigation

Um die Knochenfragmente nicht nur visuell kontrolliert bewegen zu können, werden Schnittstellen der Robotersteuerung zu einem C-Bogen und einem Navigationsgerät wie sie in der Chirurgie verwendet werden entwickelt. Ein Beispiel dafür ist die auf Infrarot basierende Positionserkennung und das Navigationsgerät von Brainlab.

Navigationsgerät der Firma Brainlab



Nach ersten Tests an Knochenmodellen werden die verschiedenen Steuersysteme an Präparaten getestet. Nur nach erfolgreichen Operationen an Präparaten kann das Robotersystem an Patienten eingesetzt werden.


Veröffentlichungen

Die erste Veröffentlichung für dieses Projekt entstand anlässlich der Internationalen Telemedizinkonferenz in Regensburg. Näheres hierzu in Kürze.


Partner


University Hospital Regensburg

URL: www.uni-regensburg.de/Einrichtungen/Klinikum/index.html
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Fachhochschule Regensburg

URL: www.fh-regensburg.de
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Brainlab

URL: www.brainlab.com
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